
DIE TOTENKAMMERN DER BLUTGRÄFIN
Sa. 31.10.2009 – Matrix Bochum – 21 Uhr
Oh wie ich es liebe… heute versammeln sie sich… ja es wird eine Todesorgie! Sie kommen zahlreich, diese schönen jungen Dinger. Diesmal sind es keine jämmerlichen, stinkenden Bäuerinnen, die es mit meinem Geliebten treiben wollen… nein…diesmal nehme ich adeliges Blut! Die Auswahl an so vielen edlen jungen Körpern ist wirklich reizend und die Gedanken an das frische Blut, lassen mich vor Lust erbeben. Ihr Anblick wird gewiss meine ungezügelte Wut auslösen…ich muss sie dann bestrafen…mir bleibt nichts anderes übrig als mit bloßer Faust auf sie einzudreschen bis das Blut aus ihren tiefen Wunden fließt und die gebrochenen Knochen sie entstellen. Immer und immer wieder läuft der Saft meiner Jugend ihre straffe Haut herunter, ich labe mich an ihrem Blute, ich kann nicht anders…nur so kann ich meine Schönheit behalten. Es ist wie eine Auferstehung, wenn ich mit anschaue, wie sich das Leben der Leiber dem Ende neigt. Ich sauge ihnen das Leben aus und in mir beginnt ein Neues.
Erst neulich verhalf mir meine Amme zur schwarzen Magie, daher wird mein Durst von Tag zu Tag größer und der Weg zur Straße des lieblichen Todes immer aufregender. So ließ ich auch mal ein Mädchen ohne Kleider in den Schnee werfen. Meine Kammerfrau schüttete dann einen Eimer mit kaltem Wasser auf sie und so entstand ein atemberaubender Anblick: Eine leidende, noch lebende Statue mit den hübschen Eiskristallen… Ihr Tod war süß, sofort ließ ich meinen Diener holen um mich zu lieben. Ein anderes Mädchen stellte sich mal so ungeschickt an, dass ich ihr wehtun musste. Sie war so schön…ich musste mich an ihr auslassen. Ich holte meine Nadeln und bohrte sie durch ihren nackten Körper. Eine tiefer als die andere. Dann diese hinterhältige Dirne…diese schöne unscheinbare Dirne, die es mit meinem Geliebten trieb. Ihr habe ich das Leben mit einem Schnitt durch die Kehle genommen – mit meiner rostigen alten Schere. Sie machte mich rasend. Und es war ein unendliches Freudengefühl! Eine Genugtuung! Nur ein Jammer, dass ihr Lebensfunke so schnell erlischt, sie lassen mir nur kurze Zeit, um mit ihnen zu spielen. Sie sind immer so ängstlich, so dass ihr Blut nicht mehr so rein schmeckt. Danach sind sie wertlos. Meine Dienerinnen werfen sie den Wölfen zum Fraß vor…doch ich brauche mehr, noch viel mehr frisches Blut.
Am letzten Sabbat des Oktobers, zur Halloween Nacht, warte ich auf neue Scharen von Mädchen und diesmal werde ich mir vielleicht auch die Männer vorknüpfen. Diese Lustmolche werden nie vergessen, was wahre Lust bedeutet. Im alten Müserhaus zelebrieren die Menschen diesen Empfang, eine moderne „Party“, wie sie es nennen. Matrix nennt sich der Ort im kleinen Städtchen Bochum, im nahe gelegenen Dorfe Langendreer. Ich bin geschmeichelt, sie haben 5 Totenkammern feierlich zu meinen Ehren geschmückt, sie feiern die ganze Nacht lang und tanzen zu unterschiedlichen Musikarten.
Die Menschen werden sicherlich sehr erfreut sein… über ihren Überraschungsgast…!
Die 5 Totenkammern:
1: DIRNENKAMMER: PARTY-CHARTS & KLASSIKER
2: KREUZKAMMER: ALL ABOUT GOTHIC
3: GRABKAMMER: GITARREN DER NEUZEIT
4: KNOCHENKAMMER: THE EIGHTIES
5: BATHORYS SCHLAFKAMMER: ROCK- & METAL