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Browse: Home / 2011 / December / 31 / Christmas Ball 2011 – Stille Nacht in Hannover

Christmas Ball 2011 – Stille Nacht in Hannover

By Joscha on 31. December 2011

Dieses war nun schon der 5. Christmas Ball, die kleine aber feine Festivalreihe startet 2007, damals nur in Hannover. Mittlerweile findet das Festival auch in anderen Städten statt. Es war mein 4. Christmas Ball, 2010 hatte ich leider keine Zeit.Für mich persönlich ist der Christmas Ball mittlerweile meine Weihnachtsfeier, halt sonst eher wenig von Weihnachten. So auch dieses Jahr und das Line-up versprach ein krachendes Fest.

Gleich zu Beginn ging es gut los mit Solitary Experiments. Die Berliner sorgten von Anfang an für gute Stimmung. Die Band hatte im Vorfeld zu dem Auftritt eine Umfrage auf Facebook gestartet zu den Songs die gespielt werden sollten. An diese Setliste hielt sich die Band dann auch. Die beliebtesten Songs waren “Rise and Fall”, “Immortal” und “Seele bricht”.

Nach einen kurzen Umbau- Getränke-, Zigaretten- oder was-auch-immer – Pause ging es dann mit The Klinik weitere. Ein Auftritt auf den sich viele gefreut haben, mich eingeschlossen. Natürlich Stilecht mit Ledermantel und einbandagierten Gesichter traten Marc Verhaeghen und Dirk Ivens auf die Bühne. Auch wenn das Publikum geführt erstmal ein wenig brauchte um mit The Klinik warm zu werden, war gegen Ende des Auftritt richtig gute Stimmung aufgekommen. Moving Hands zum Beispiel ist ein sehr guter EBM Song, der jeden der was für die Musik übrig hat, mindestens mit den Füßen mitwippen lässt.

Dann betraten die Mexikaner Hocico die Bühne, bzw. erstmal lief ein ein recht langes Intro mit einem Video und Musik, welches mir ganz gut gefiel. Hocico sind live immer sehr gut. Während Racso Agroyam wie immer eher unauffällig an den Keyboards stand, tobte Erk Aicrag gewohnt über die eigentlich recht kleine Bühne im Capitol. Die Songauswahl war so das übliche wie zum zum Beispiel “Spirit of Crime” oder “Dog eat Dog”

Nun aber zur “Stillen Nacht” mit Combichrist. Nein, sie haben kein Weihnachtslied gesungen. Der Auftritt fing eigentlich ganz normal an, so zum Beispiel mit “Shut up and Swallow”. Doch dann knarzte es nur noch kurz aus den Boxen und es waren fast nur noch die Schlagzeuge zu hören. Der Grund des Ausfalls war ein Getränk im Mischpult. Woher das Getränk kam, keine Ahnung. So spielten sie auf jeden Fall noch ein paar Songs, bei denen man weder den Gesang noch das Keyboard wirklich hören könnte. Die Idee, die Monitorboxen zum Publikum zu drehen, war für die erste Reihe vielleicht noch okay, aber viel weiter haben die auch nicht mehr viel gebracht.
Natürlich war das der Stimmung, die am Anfang des Auftritts sehr gut war, nicht gerade förderlich, trotzdem gab es nur vereinzelt Pfiffe und trotzdem noch Applaus für die Band, die einfach weitermachte. War trotzdem eine ganz gute Drum-Session.Solch ein Missgeschick ist natürlich ärgerlich, kann man aber nichts machen.Nachdem Combichrist dann doch von der Bühne gingen, weil es nur wenig Sinn so machte, trat Honet von Welle: Erdball ans Mikrofon und erklärte die Situation und verkündete eine Pause von einer Stunde um ein neues Mischpult anzuschließen und einzurichten. In der Pause trat Xotox als DJ auf.
Einige nutzen die Pause auch für einen Zigarette oder frische Luft vor der Tür oder einen Döner von gegenüber.
Nach etwas mehr als einer Stunde ging es dann weiter mit Front 242. Auch wenn es im Capitol durch die Pause wieder etwas kühler geworden war, brachten die Belgier den Saal gleich wieder zum kochen. Mit “Headhunter” recht früh am Anfang des Auftritts bewegte sich dann fast alles, was noch stand. Natürlich wurden auch noch “Kommando Mix” und “Im Rhythmus bleiben” zum besten gegeben. Auch wenn sie sich während des Auftritts langsam das Capitol leerte. Aber war ja auch recht spät geworden, denn gegen 01.30 Uhr war erst Schluß mit dem Christmas Ball 2011.

Nach den Auftritten legten noch Xotox und Djane Jeanny bis in den frühen Morgen auf.

Der Christmas Ball 2011 war eigentlich sehr gut, wie immer, gute Bands, in einem eher kleineren Rahmen zu Weihnachten. Eine super Sache. Nicht so schön war natürlich der “Akustik-Auftritt” von Combichrist, für den aber weder die Band noch der Veranstalter etwas können.  Alles anderen Auftritte waren aber gut und auch die Organisation war gut, die immerhin noch ein Mischpult (das mit vier Mann getragen werden muss) aus dem Nebenraum zauberten.Was bleibt ist zu hoffen das alle ein frohes Fest, auch ohne den Christmas Ball hatten und gut ins Neues Jahr kommen und Vorfreude auf den Christmas Ball 2012.

Infos zum Christmas Ball 2012 (wenn verfügbar): www.christmasball-festival.de oder hier
Fotos in unserer Galerie (weitere folgen in den nächsten Tagen): hier

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